Month: July 2013

About being astonished.

One of my most favorite stories is about being astonished. It’s both a vivid example that puts a smile onto your face – while making you think at the same time. A good friend of mine is father of a 2 year old. One day, he took his son to the local zoo. So far so good, it’s always a fun place to go for kids. But when the young kid discovered a group of flamingos, he just could not believe his own eyes. Birds in full, bright, pink color. Never had he seen such a thing in his life. Fully astonished, he was speechless and looked up to his father, for whom it was a rather normal thing. Flamingos are just flamingos after all. The kid, still stunned from the colorful experience, could not believe how everyone else was not super excited. Do they not see what he sees? Look! There! Giant birds. Giant pink birds. How can everybody else just walk by?! How can they possibly not react the same way as he …

8 hours and 3776 meters. Up Mount Fuji.

“The Japanese once believed that Mt. Fuji was the center of the universe.” Ein klein bisschen verstehe ich nun, wieso sie das dachten. The long way up: Yoshida Trail Nein, ein entspannender Spaziergang im Park würde dieser Trip wohl nicht werden, das war den meisten zu Beginn des Trips weitgehend klar. Der beschwerliche Weg hinauf zum Gipfel, ein vielleicht 1-2 Meter breiter Pfad durch eine Steinwüste. Kein freundlicher Baum, der Gesellschaft leistet, kein Zwitschern eines Vogels, der voller Neugierde die zahlreichen und doch einsamen Wanderer beobachtet. Dafür schwarze Steine, schwarzer Sand, schwarze Nacht. Für acht lange Stunden.

Mt. Fuji: At the summit.

Nach ca. 8 Stunden nächtlichem Wandern: Ein verpasster Sonnenaufgang, ultra-neblig, ultra-kalt, ziemlich voll. Die Stimmung: So mittel. Gut dass der starke Wind meine Flüche dezent überdeckt. Aber ich schätze, ein kleines “Tief” auf knapp 4000 Metern gehört zum Bergsteigen dazu. Nach einer sehr willkommenen, warmen Schüssel Ramen haben wir uns dann auch ziemlich zügig auf den Heimweg gemacht. Und ja: Spätestens der Weg bergab sollte für alle Strapazen entlohnen.

Dear Mount Fuji (富士山), I think I’m ready to go.

Morgen Abend geht es los. 3776 meter to go. Ich freue mich wie ein kleines Kind. 19.30 Uhr bringt uns der Bus raus aus der überfüllten Innenstadt Tokyos, him zum hoffentlich trotz Ernennung zum Weltkulturerbe morgen noch nicht überfüllten Mount Fuji. Gegen 21.30 Uhr machen wir uns dann zu Fuß auf den langen Weg hinauf, um circa 4 Uhr morgens nach einem langen Lauf durch die Dunkelheit den Gipfel zu erreichen. 4.36 Uhr wird die Sonne aufgehen, ob wir es bis dahin hoch geschafft haben oder nicht. Danach gibt es einen Spaziergang um den Vulkankrater (ca. 1,5h), lecker Nudeln, einen kleinen Schönheitsschlaf im Freien, bevor man leise Sayonara sagt und sich auf den wohl beschwerlichsten Teil aufmacht: 5h bergab durch Vulkansand unter der Höhensonne. Den Aufstieg belohnt ein wundervoller Sonnenaufgang, den Abstieg ein Besuch in einem der vielen Onsen (heiße Bäder/Quellen, meist Outdoor) der Region. Den zahlreichen Ratschlägen, diesen fast 4000er bitte nicht zu unterschätzen, bin ich denke ich, hoffe ich, ausreichend gefolgt.

About to rain in Tokyo

Tokyo hat gegen Abend in der Regenzeit immer eine sehr besondere Stimmung finde ich. Es ist dieses “kurz bevor es gleich richtig anfängt zu regnen”, die Luft fühlt sich anders an, ein erdiger Geruch verbreitet sich. Das Bild oben ist ein Panorama der Innenstadt / Shinjuku, die weiteren Bilder unten stammen aus dem Regierungsviertel in Kasumigaseki / Chiyoda. Zu sehen u.a.: Nationaltheater (braun), Oberster Gerichtshof (Beton + mit den Statuen), Justizministerium (rote Backsteine), Parlament (helle Säulen, Pyramidendach).