Month: May 2013

The Hotaru Festival. Oder: Ein Fluss erwacht zum Leben.

Unter dem ziemlich bekannten, ziemlich hohen Skytree wurde am Samstag das Hotaru Festival im Viertel Asakusa gefeiert. Gegen Abend wenn es dunkel wird findet man sich am Sumida River ein. Wer sich zuvor eine Eintrittskarte zum Uferbereich geholt hatte, konnte selber an diesem wundersamen Spektakel teilhaben. Am Eingang erhält man neben dem von uns zu einem Heiligenschein weiterverarbeiteten Leuchtschmuck auch einen circa faustgroßen weißen Ball, der bei Wasserkontakt ziemlich hell blau leuchtet. Beim Wurf des Balls in den Fluss darf man sich etwas wünschen – einen Wunsch, der aber natürlich nicht laut ausgesprochen wird. Advertisements

The Sumō (相撲).

Sumō. 相撲. Natürlich so etwas wie ein Pflichttermin wenn man Japan besucht. Wörtlich übersetzt: 相 (gegenseitig) + 撲 (hauen, schlagen, stoßen). Genauer gesagt sind wir beim Ōzumō gewesen: 大相撲 – das Schriftzeichen 大 bedeutet so viel wie groß, stark, wichtig. Also: Das Große, gegenseitige Hauen. Professionelles Sumō also. Aber irgendwie ging es gar nicht so sehr darum, wer sich da unten so kloppt, wer tatsächlich gewinnt. Das Ganze hat eher einen Festival-Charakter. Wir sind zu Gast bei einem der großen Turniere (Hon-Basho – 本場所), welches nur drei Mal pro Jahr in Tokyo stattfindet. Auf dem Weg zur Halle sieht man die ersten Sumo-Ringer ebenfalls per U-Bahn oder Taxi anreisen, bevor man die gigantische Sumo-Halle betritt. Die richtigen Fans mieten sich (auf den Fotos zu sehen) neben dem Ring so eine Vierer-Box zum Sitzen, bringen leckere Bento für den ganzen Tag mit, essen und trinken lustig vor sich hin. Und als Nebenhighlight gibt es in der Mitte riesige Menschen zu sehen, die die meiste Zeit damit verbringen, sich auf den Kampf vorzubereiten. Ein Sänger bittet die …

The Sanja Matsuri (三社祭)

Ein echtes Highlight in Tokyo: Das dreitägige Sanja Matsuri. Matsuri sind so etwas wie Volksfeste in Japan, sie gibt es in allen erdenklichen Größen: Von gemütlichen kleinen Matsuri im Viertel, wo die Anwohner und Läden der Umgebung Leckereien (ja, es geht eigentlich nur ums Essen) verkaufen bis zu riesigen Attraktionen mit vielen hunderttausenden Gästen. Das Sanja Matsuri ist das vielleicht größte in Tokyo. Der Name bedeutet soviel wie “Das Fest der drei Schreine / Heiligtümer”. Zu Ehren dreier Heiliger wird der ganze Stadtbezirk rund um den Asakusa Shrine (浅草神社) in ein großes Fest verwandelt.

Auf Japanisch: Der Lehrer / 先生.

Mich freut immer wieder, wie hier Wörter durch Zeichen (Kanji) zusammengesetzt werden. Meistens gibt es zum Teil abstrakte traditionelle Begriffe, die kombiniert dann etwas Neues ergeben. Ein schönes Beispiel ist der “Lehrer – 先生”. Ich werde immer mal wieder solche Begriffe posten wenn sie mir über den Weg laufen. Kanji: 先生 Hiragana: せんせい Wird ausgesprochen: Sensee. Wenn man nun betrachtet was die beiden Zeichen für sich gesehen bedeuten, kommt vielleicht rüber was ich mit “Schönheit” in der Sprache meine, was mich daran freut. 先 – bedeutet: “vorher, nachher, Vergangenheit, Zukunft”. 生 – bedeutet: “Geburt, Leben, echt, wahr”. Kombiniert und interpretiert also: 1. 先 – Vergangenheit und Zukunft in einem Begriff kombiniert mit dem Leben und Geburt. Der Lehrer ist dann jemand, der Vergangenes (wie Erfahrung und Sprache) und Zukünftiges (Wissen das vermittelt wird, Bildung) in sich vereint, und so einem 2. 生 – neuen Leben die Geburt im Sinne eines gebildeten Wesens ermöglicht. Der Schüler ist übrigens 学生 – mit den Symbolen für Lernen und Geburt.

Niijima (5/5): The Rock

Die Idee: Wir klettern auf diesen ziemlich großen Felsen mitten im Meer. Über einen kleinen Strand kommt man zur Rückseite des Felsen, arbeitet sich dann am Rand bis zu diesen Fels-Vorsprüngen vor, auf denen man einen wunderbaren Ausblick auf die anderen Felsen und den Hafen hat. Das Gebäude welches man am Ufer erkennen kann ist ein Onsen, wo man ganz entspannt in warmem Wasser baden kann. Der kleine Pfeil zeigt den Weg & von wo aus die meisten Bilder entstanden sind. Viel Spaß mit dem Video und den Fotos!

Niijima (4/5): The Beach

In Richtung offenem Pazifik gibt es auf Niijima einen wunderbaren, unendlich langen weißen Strand. Magnet für Surfer aus aller Welt, das Publikum war eine sehr internationale, bunte Mischung – was samt einem kleinen Markt neben dem Strand eine tolle Atmosphäre geschaffen hat. Habe mich irgendwann ins doch etwas kalte Wasser getraut und bin geschwommen. Die ganzen Surfer sind mit Neopren-Anzügen unterwegs gewesen, die müssen allerdings auch etwas länger im Wasser bleiben um die perfekte Welle zu erwischen :-)

Niijima (3/5): The Glass Museum

Am zweiten Tag haben wir ein bekanntes Glas-Museum auf Niijima besucht. Ein wundervolles, weißes Gebäude direkt vor traumhaftem Panorama des Ozeans. Im hinteren Teil des Museums ist eine Art Workshop-Raum, wo man sich nach Anmeldung selber in den Künsten der Glasbläserei üben kann. Die Künstler nutzen dazu den Sand direkt von der Insel, welcher dem Glas einen ganz eigenen grünen Schimmer gibt.

Niijima (1/5): The Island

In Japan ist aktuell Golden Week, eine besondere Woche auf die gleich 3 Feiertage fallen. Wir haben das lange Wochenende genutzt, um Niijima (新島) zu besuchen, eine Vulkaninsel, circa 150km südlich von Tokyo im Pazifischen Ozean gelegen. Von Tokyo aus circa 2,5h mit einem Speedboat, die normale Fähre braucht 7h. Wer jemals in Tokyo ist sollte die Insel auf jeden Fall mitnehmen, wenn es auch nur ein Tag ist.